Wir zeigen z.B. wie man ein Igelhaus selber baut und liefern weitere Informationen rund um die Stachelkugeln auf Tiktok - siehe unseren Content dort, den wir regelmäßig pflegen.
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Hinweis: Wir sind keine "Pflegestelle", dazu gibt es in Deutschland namhafte, ehrenamtliche Vereine und Pflegestellen, die den Begriff "Stachelkugel" im Namen tragen, wie zum Beispiel:
- Stachelkugel e.V. (Sitz in Petershagen/Eggersdorf, Brandenburg): Ein gemeinnütziger Verein, der verletzte oder verwaiste Igel medizinisch versorgt und wieder auswildert. Sie entwickeln aktuell das Pilotprojekt STACHEL.RADAR, eine digitale Gefahrenkarte für Igel in Deutschland.
- Die Stachelkugeln (Landkreis Tirschenreuth, Bayern): Eine staatlich genehmigte, private Igelpflegestelle
Natürlich haben wir uns auch mit den rechtlichen Voraussetzungen auseinandergesetzt und hier ein paar Hinweise, damit ihr - genau wie wir - sicher seid, dass ihr gegen keine Vorschriften verstoßt - und das den Stachelkugeln kein Schaden zugefügt wird.
Darf ich ein Igelhaus bauen und im Garten aufstellen?
Ja, Sie dürfen selbstverständlich ein Igelhaus bauen und in Ihrem Garten aufstellen. Das ist rechtlich nicht nur vollkommen legal, sondern aus Naturschutzsicht sogar ausdrücklich erwünscht, da Sie den Tieren damit einen wertvollen Rückzugsort schenken. Solange Sie den Igeln lediglich ein Quartier anbieten und sie nicht einsperren, berührt dies nicht die Verbote des Bundesnaturschutzgesetzes.
Damit das Igelhaus von den stacheligen Gästen auch gerne angenommen wird und ihnen optimalen Schutz bietet, sollten Sie folgende Punkte beachten:
1. Der perfekte Standort
- Ruhig und geschützt: Stellen Sie das Haus an einem störungsfreien Platz auf, am besten unter einer dichten Hecke, unter Sträuchern oder im Gebüsch. Auf einer offenen Rasenfläche wird es ignoriert.
- Wettergeschützt: Die Eingangsöffnung sollte idealerweise nach Süden oder Südosten (wetterabgewandte Seite) zeigen, damit kein kalter Wind oder Regen direkt hineinpeitscht.
- Trockener Untergrund: Damit keine Feuchtigkeit von unten hochzieht, empfiehlt sich eine kleine Drainage aus Sand oder Kies unter dem Haus. Sie können das Haus auch auf zwei dünne Holzleisten stellen.
2. Tipps zum Bau (Das artgerechte Igelhaus)
- Größe: Die Grundfläche sollte mindestens 30 x 30 cm (besser 40 x 30 cm) betragen, bei einer Höhe von rund 25 bis 30 cm.
- Der Eingang: Ein Loch von 10 x 10 cm reicht völlig aus. Ist es größer, passen auch Katzen oder Hunde hindurch.
- Labyrintheingang (wichtig): Bauen Sie im Inneren eine kleine Trennwand als "Flur" ein. Dieses Labyrinth verhindert, dass Katzen mit der Pfote nach dem Igel angeln oder Zugluft das Nest auskühlt.
- Material: Nutzen Sie unbehandeltes Holz, Backsteine oder sogar eine umgedrehte alte Obstkiste. Das Dach sollte abnehmbar (für die spätere Reinigung) und regendicht sein.
3. Die Inneneinrichtung
- Nistmaterial: Füllen Sie das Haus locker mit trockenem Herbstlaub. Igel polstern sich ihr Nest am liebsten selbst aus.
- Vorsicht bei Heu und Stroh: Nach neueren Erkenntnissen des BUND Naturschutz wird von Heu oder feinem Futterheu im Haus abgeraten, da es bei Feuchtigkeit extrem schnell schimmelt und sich um die Beine der Tiere wickeln kann.
Quellen und weiterführende Informationen:
- vivara.de - Wo sollte man ein Igelhaus aufstellen
- BUND Naturschutz - Igelhaus bauen
- Pro Igel e.V. - Unterschlüpfe für Igel
- LBV - Bauanleitung Igelburg
- NABU - Igelfreundlicher Garten
Darf ich einen Igel gesund pflegen?
Ja, Igel sind nach dem Bundesnaturschutzgesetz (BNatSchG) zwar streng geschützte Wildtiere, die man nicht grundlos der Natur entnehmen darf. Es gibt jedoch eine gesetzliche Ausnahme: § 45 Abs. 5 BNatSchG erlaubt es ausdrücklich, verletzte, hilflose oder kranke Tiere aufzunehmen, um sie gesund zu pflegen, allerdings muss man sich an die entsprechenden Auflagen halten.